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Pflege von  Aquarienpflanzen

 

Schnitt

Stängelpflanzen: sobald diese die Wasseroberfläche erreicht haben, werden sie auf ca. 20 cm Länge von unten her eingekürzt und neu eingesetzt, der untere Teil wird weggeworfen (Ausnahme Indischer Wasserfreund: diese Pflanze verzweigt sich nach dem Rückschnitt sehr reichlich, daher kann man den unteren Teil stehen lassen) . Man kann Stängelpflanzen aber auch fluten lassen (als Zuflucht für Jungfische), sobald sie aber den Bodenpflanzen zu viel Licht nehmen, muss man sie kürzen.  
Rosettenpflanzen: bei diesen Pflanzen werden die unansehnlich werdenden Außenblätter entfernt, zu dichte Bestände werden ausgelichtet und an uner- wünschten Stellen hervorkommende Ausläufer abgeschnitten.

 

Düngung 

www.drak.de

Bei der Neueinrichtung des Beckens sollte  Langzeitdünger  unter genauer Einhaltung der Gebrauchs- anleitung  in den Bodengrund eingebracht werden.  Bei jedem Teilwasserwechsel wird dann mit  eisen- hältigem Dünger nachgedüngt. Es dürfen nur handelsübliche Präparate für Aquarienpflanzen verwendet und die angegebene Dosierung muss eingehalten werden. Im Zoofachhandel gibt es eine große Auswahl an Düngepräparaten in Tablettenform oder in flüssiger Form. Man sollte immer nur die Produktreihe eines Herstellers anwenden und nicht Präparate verschiedener Firmen durcheinander zum Einsatz bringen, da die einzelnen Produkte eines Erzeugers aufeinander abgestimmt sind und sich ergänzen. 

Düngung mit Co2:  Kohlendioxid ist das wichtigste Düngemittel. Trotz richtiger Beleuchtung, Düngung und Bodenheizung stockt das Pflanzenwachstum, wenn den Pflanzen zu wenig Kohledioxid zur Verfügung steht. Es ist daher anzuraten, bei Becken mit sehr vielen Pflanzen ein Co2-Düngegerät anzuschaffen (Dennerle, Dupla etc.).

 

Wasserwechsel

Für guten Pflanzenwuchs sind sauberes Wasser und leichte Strömung notwendig.  Je nach Fischbesatz  sollten alle 14 Tage mindestens 20% des Aquarienwassers durch Frischwasser ersetzt werden. Bei stär- kerem Besatz ist  wöchentlicher Wasserwechsel ratsam. Gleichzeitig muss der Mulm vom Boden abgesaugt werden und abgestorbene Pflanzenteile sind unverzüglich zu entfernen.

 

Licht

Hier gelten die Ausführungen der Rubrik "Beleuchtung". Grundsätzlich zu bemerken ist, dass man keine normalen Leuchtstofflampen aus dem Baumarkt nimmt, sondern speziell für Aquarien entwickelte Produkte, denn ihr Farbspektrum kommt dem des Sonnenslichtes am nächsten.  Der Rotanteil fördert das Längen- wachstum, der Blauanteil bewirkt eher gedrungenen, kräftigen Wuchs. Bei den Leuchtstofflampen speziell für Aquarien sind diese Farbanteile genau richtig abgestimmt.

 

Algen

 

Algenbildung ist meist ein Anzeichen dafür, dass das biologische Gleichgewicht im Aquarium  in irgend einer Weise gestört ist. Um Algenproblemen so gut wie möglich vorzubeugen, sollte man regelmäßig Teilwasser- wechsel durchführen, die Wasserwerte kontrollieren, den Fischbesatz niedrig halten und die Wartung der Technik regelmäßig durchführen.

 

Blaualgen erscheinen als schmierige blaugrüne Beläge auf Pflanzen und Deko- ration, das Wasser riecht modrig.  Ursache sind meistens zu hohe Nitrat- und Phosphatwerte durch übermäßige Fütterung der Fische, Überdüngung, ver- schlammter Filter, zu seltener Wasserwechsel, Sauerstoffmangel.  Abhilfe erfolgt durch Absaugen der Beläge von den Pflanzen, reinigen der Dekoration, Reini- gung des Filters,  Teilwasserwechsel, Temperatur bis höchstens 25° C und weiterer Vermeidung der Ursachen.  Wirksames Mittel aus dem Zoofachhandel: Redoxin

Rotalgen: erscheinen als schmutzig grüne bis schwarze Punkte, Fäden oder Büschel auf Pflanzen und Dekoration. Ursache ist nitratreiches Wasser mit pH-Werten über 7. Abhilfe erfolgt durch Abtrennen der befallen Blätter, Reinigung der Dekoration, Co2-Düngung, um den pH-Wert zu senken, Kontrolle der Eisen- werte und Nitratwerte (siehe Wasserwerte)

 

Grünalgen: erscheinen in mehreren Formen, als watteartige Beläge auf Pflanzen, Bodengrund und Deko- ration,  als dunkelgrüne Punkte, als verzweigte Fadenbüschel oder lange grüne, die Pflanzen einspinnende Fäden sowie als grüne Schwebealgen (Volvox). Ursachen sind hohe Nitrat- und Phosphatwerte. Abhilfe erfolgt durch regelmäßigen Wasserwechsel und somit Absenken des Nitrat- und Phosphatgehaltes. Fadenalgen kann man mit der Hand oder mit einem rauen Holzstäbchen entfernen, Schwebealgen bekämpft man am besten durch Abdunkeln des Beckens für einige Tage und mit einem UV-Wasserklärer, den man so lang einsetzt, bis die Schwebealgen verschwunden sind, 

 

Kieselalgen: erscheinen als raue, bräunliche Beläge auf Pflanzen, Dekoration und Scheiben. Sie treten häufig  in neu eingerichteten Becken auf. Ursachen sind Lichtmangel, Sauerstoffmangel und hoher Nitrat- gehalt. Abhilfe erfolgt durch Steigerung der Lichtintensität sowie Kontrolle der Wasserwerte.

 

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