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Krankheiten und Schäden bei Aquarienpflanzen 

 

Lichtmangel

Pflanzen sind schwach, die Blätter blassgrün bis gelblich, die Stängel sind  wenig beblättert. Ursache sind über- alterte Leuchtstofflampen, zu kurze Beleuchtungsdauer, zu viele Schwimmpflanzen (siehe Beleuchtung)
 

Falsche Wassertemperatur

zu hohe Temperatur: bei Stängelpflanzen kleine Blätter und große Abstände der Blätter, bei Rosettenpflanzen eher schmächtiges Wachstum
zu niedrige Temperatur: die Pflanzen stellen das Wachstum ein und sterben ab
 

Falsche Lichtfarbe

Bei Verwendung von Leuchtstofflampen mit falscher Lichtfarbe kommt es entweder zu hoch emporge- schossenen Pflanzen (Rotanteil zu hoch), oder zu niedrigem und gedrungenem Wuchs (Blauanteil zu hoch) oder zu Kümmerwuchs und Lichtmangelerscheinungen bei grünem oder gelbem Licht. Daher immer nur Leuchtstofflampen aus dem Aquaristikfachhandel einsetzen, keine normale aus dem Baumarkt. 

   

Probleme mit dem Bodengrund

Wenn  Gasblasen aufsteigen , sobald man im Bodengrund hantiert, oder Turmdeckelschnecken auch bei Tag nicht im Kies bleiben, ist der Bodengrund zu alt oder verdichtet. Die Pflanzen haben angefaulte und schwarze Wurzeln und wachsen nicht mehr.  Hier hilft das Auflockern des Bodens bei gleichzeitigem Absaugen des Mulmes (Bodensabsauger  aus dem Aquaristikfachhandel). Wenn nach 14 Tagen keine Besserung einge- treten ist, muss man den Bodengrund austauschen. 

Eisenmangel (==> Eisenchlosrose)

Die Pflanzen zeigen gelbe Blätter,  die glasig erscheinen und schließlich zerfallen. Dieses Problem kann man durch regelmäßige Zugabe von eisenhältigem Wasserpflanzenvolldünger, der auch alle anderen notwendigen Stoffe enthält, vermeiden. 

 

Manganmangel

Blätter werden gelb, die Blattnerven bleiben grün.  Ursache ist einseitige Eisen- düngung. Deshalb sollte stets nur eisenhältiger Wasserpflanzenvolldünger zum Einsatz kommen. 
 

Cryptocorynenfäule

Wird durch Nitratüberschuss hervorgerufen. Es wird vermutet, dass Cryptocorynen Nitrat nicht in der  gleichen Weise verwerten können wie andere Wasserpflanzen. Kommt es zu gravierenden Veränderungen im Aquarium wie z.B. längst überfälliger Wasserwechsel, Erneuerung von Leuchtstofflampen etc., reagieren die Crypto- corynen wie auf einen Schock. Dies führt zu chemischen Reaktionen in diesen  Pflanzen, die sie absterben lassen.  Zuerst zeigen die Blätter kleine Löcher, nach einigen Tagen zerfällt und verfault die ganze Pflanze. Die verfaulten Pflanzenteile müssen sofort abgesaugt und ein Teilwasserwechsel muss durchgeführt werden. Ansonsten nicht an den Pflanzen hantieren, nach einiger Zeit erholen sie sich wieder. Dieser Krankheit kann nur durch  stabiles Aquarienmilieu vorgebeugt werden.

Schäden durch Zugabe von Medikamenten

Bei Verwendung von Medikamenten sollte man unbedingt die Gebrauchsanweisung genau lesen und die Angaben hinsichtlich möglicher Gefährdung bestimmter Wasserpflanzen beachten. Die Pflanzen reagieren nämlich unterschiedlich, manche gar nicht, andere wieder sterben gleich oder auch erst nach einigen Wochen ab. Notfalls muss man empfindliche Pflanzen vor Zugabe der Medikamente "evakuieren"  und erst wieder nach Absetzen des Mittels und nach Wasserwechsel einpflanzen. 


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