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Wasseraufbereitung

 

Trotzdem das Trinkwasser aus der Wasserleitung grundsätzlich für den Gebrauch als Aquarienwasser geeignet ist, sollte es doch sicherheitshalber aufbereitet werden.  Der Zoofachhandel bietet Wasser- aufbereitungsmittel an, die Chlor neutralisieren und Schwermetalle binden. Zusätzlich enthalten diese Mittel auch noch Vitamine und Zusätze zum Schutz der Schleimhaut.

 

Wasser, das mit einem Schlauch direkt aus der Leitung in das Aquarium geleitet wird, enthält mehr Gase gelöst als offen stehendes Wasser. Diese Gase perlen im Aquarium aus und setzen sich als Gasbläschen an Scheiben und Dekoration und schlimmstenfalls auch an den Kiemen der Fische ab. Letzteres kann zu Störungen der Atmung und in Folge zu Todesfällen unter den Fischen führen. Dies lässt sich vermeiden, wenn man das Wasser nicht unter Druck in das Aquarium leitet, sondern es langsam über Gegenstände (Wurzeln etc.) rieseln lässt.

 

Für die Aufbereitung des Wassers hinsichtlich der Wasserhärte (Salzgehalt) gibt es mehrere Möglich- keiten.

1.

Torffilterung:  Der Torf wird als Filtermasse verwendet. 1 Liter dicht gepresste Torfmasse senkt in 50 Liter Wasser die Härte um ca. 5°. Diese Art der Aufbereitung bewährt sich nur bei kleinen Wassermengen und bei eher niedriger Ausgangshärte.

2.

Ionenaustauscher (Stoffe, die Ionen abgeben und dafür andere aufnehmen):          www.aquatechnic.de

Teilentsalzung: Das Ausgangswasser wird durch einen stark sauren, mit Wasserstoff-Ionen beladenen  Kationenaustauscher geleitet und die enthaltenen Salze werden in ihre Säuren umgewandelt.
Vollentsalzung: Das Ausgangswasser wird zuerst durch den Kationenaustauscher geleitet und danach durch einen stark basischen  Anionenaustauscher. Sämtliche Anionen werden gegen OH-Ionen ausgetauscht, das Ergebnis ist reines Wasser.
Vorteil der Ionenaustauscher: sie sind unbeschränkt regenerierbar und wesentlich kostengünstiger als die Osmosemethode, jedes Ausgangswasser kann verwendet werden, man kann Wasser jedes beliebigen Salzgehaltes herstellen.

3.

Umkehrosmose: hier wird dem Gesetz des Osmotischen Druckes durch mechanischen Gegendruck entgegengewirkt und das Wasser diffundiert vom konzentrierten Medium zum dünneren, das Ergebnis ist auf der einen Seite der Membran reines Wasser, auf der anderen eine Salzlösung.


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Quelle: H.J. Krause, Handbuch Aquarienwasser, ISBN 3-927997-00-5