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Entwicklung des Hundes

   

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Vegetative Phase (1. bis 2. Lebenswoche)

Die Welpen zeigen noch kein Bedürfnis nach Sozialkontakt. Sie sind noch blind und der Geruchssinn ist noch schlecht ausgebildet. Durch die Zitze der Hündin wird bei den Welpen Lecksaugen ausge- löst. Typisch für diese Phase ist das "Kreiskriechen". Die Welpen bewegen sich nicht geradeaus vorwärts, sondern in Kreisen. Das bewirkt, dass sie sich nicht zu weit von der Mutter entfernen. 

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Übergangsphase (3. Lebenswoche)

Die Augen werden geöffnet, die Sehfähigkeit setzt allerdings erst mit dem 17. bis. 18. Lebenstag ein und die Welpen beginnen sich gegenseitig zu belecken. Ab dem 18. Tag beginnen die Elterntiere mit dem Zufüttern. Die Welpen stoßen die Elterntiere mit der Schnauze im Mundwinkel, was bei diesen ein Hervorwürgen von Nahrung auslöst. Dieses Verhalten wird später auch zur Begrüßung verwen- det. Dieser Lebensabschnitt endet mit dem 21. Tag,  wenn die Welpen das erste Mal das Lager ver- lassen wollen. Sobald eine Welpe das Lager verlassen hat, spielt der Vater sehr grob mit ihm, kehrt der Welpe zum Lager zurück, beendet der Rüde das grobe Spiel. Dies lehrt die Welpen, dass  außer- halb des Lagers möglicherweise Gefahr drohen könnte.

 

 

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Prägungsphase (4. bis 7. Lebenswoche)

Prägung ist ein Lernvorgang, der nur in einem bestimmten Lebensabschnitt erfolgen kann. Be- stimmte Objekte erhalten eine bestimmte Bedeutung für das Tier. Versäumnisse oder Fehler in dieser Phase können nur mehr schwer korrigiert werden. Der Welpe muss Körperkontakt  mit Art- genossen, Erwachsenen und Kindern haben, damit er sie später in sein Sozialverhalten einbezieht. Ist dies nicht der Fall, wird der Welpe später Angst oder Aggressionen zeigen. Abwechslungsreiche Fütterung ist ebenfalls wichtig, da auch eine Prägung auf bestimmtes Futter möglich ist. Auch der sogenannte "Milchtritt" wird als "Pföteln" beibehalten. Wenn der Hund etwas will, stößt er den Besitzer mit der Pfote. Die Welpen lernen die Demutsgebärde und zeigen schon Schwanzwedeln, Schwanz- klemmen, Fellsträuben, Anlegen der Ohren und Knurren.

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Sozialisierungsphase (8. bis 12. Lebenswoche)

Im wildlebenden Rudel übernimmt der Rüde in dieser Entwicklungsphase eine wichtige Rolle bei der Erziehung der Jungen. Im Zuge von Meutespielen spielt der Rüde das Beutetier und lässt sich auch fangen, wobei der Schwierigkeitsgrad stetig gesteigert wird. Er belegt auch Gegenstände mit "Tabus" und bei Nichteinhaltung durch den Welpen wird dieser durch kräftiges Beuteln zurecht- gewiesen. Der Welpe legt sich auf den Rücken (Demutsgebärde). Dass die Welpen die Autorität des Erziehers anerkennen, drücken sie durch Anstoßen mit der Schnauze, Pfotegeben und Belecken des Mundwinkels aus. In Kampfspielen lernen die Jungen, wie grob man untereinander agieren darf. Durch Quietschen wird dem Angreifer gezeigt, dass er zu grob war. Dieses Ausdrucksverhalten wird ergänzt durch das Abwehrschnappen. Während der Sozialisierungsphase ist der Welpe gewöhnlich schon bei seinem neuen Besitzer. Es ist jetzt an der Zeit sich zu überlegen, was der der Hund in Zukunft wird tun dürfen und was nicht. Unarten sehen bei einem Welpen entzückend aus, beim erwachsenen Hund aber sind sie eine Plage. Die geeigneten Mittel, um einen jungen Hund in die Schranken zu weisen, sind Ignorieren, Durchbeuteln an der Nackenfalte, und wenn er beim Spielen allzu wild geworden ist, Abbruch des Spieles. Die Lernfähigkeit des Welpen sollte spielerisch genützt werden. Dressurakte in diesem Alter können den Hund überfordern und zu späterer Wesens- schwäche führen.

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Rangordnungsphase (13. bis 16. Lebenswoche)

In diesem Zeitraum wird die Stelle der Rangordnung innerhalb des Rudels (der Familie) festgelegt. Hier ist darauf zu achten, dass der Welpe zum Beispiel auch Kleinkinder nicht als gleichrangig be- trachtet, sondern als Ranghöhere akzeptiert. Der Besuch eines Welpenkurses  (die meisten Ab- richteplätze bieten Welpenkurse an) ist besonders bei einzeln gehaltenen Hunden anzuraten, denn dadurch kann erreicht werden, dass sich der erwachsene Hund seinen Artgenossen gegenüber normal verhält.

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Rudelordnungsphase (5. bis 6. Lebensmonat)

Während dieses Zeitabschnittes finden Jagdspiele und Ausflüge statt. Dies sollte auch der Besitzer mit seinem Hund tun. Zwischendurch können kurze Abrichtephasen stattfinden.

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Pubertätsphase (7. Lebensmonat)

Rüden heben in dieser Phase erstmalig das Bein, Hündinnen suchen in der ersten Läufigkeit einen Rüden aus, zu dem  sie durch häufiges Spielen eine Bindung aufbauen. Rivalinnen werden ver- trieben. Feindliches Verhalten zwischen Hündinnen während der Läufigkeit ist durchaus normal. Während der Pubertätsphase des Hundes sollte der Besitzer unbedingt seine Autorität behalten.



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