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Verhalten von Katzen

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Häufige Verhaltensprobleme bei Katzen sind Stubenunreinheit und Zerkratzen von Gegenständen.

 
- Zerkratzen von Gegenständen

Kratzen an Gegenständen erfüllt erstens den Zweck der Krallenpflege und zweites den des Markierens. Der Geruch der Vorderpfoten wird auf den Gegenstand übertragen. Man sollte der Katze einen Kratzbaum oder wenigstens ein Kratzbrett mit senkrecht verlaufender Gewebestruktur in der Nähe des zum Kratzen benützten Gegenstandes anbieten. Notfalls muss man der Katze die Benützung der Kratzeinrichtung zeigen: Man nimmt die Pfote und führt Kratzbewegungen am Kratzbrett aus.

- Markieren (Harn wird in in kleinen Mengen in horizontalem Strahl verspritzt)

Verursacht wird dies meist durch das Hinzukommen einer weiteren Katze. Wenn man die Katze dabei erwischt, kann man durch eine für sie über- raschende Bestrafung entgegenwirken, z.B. durch Anspritzen mit einer Blumenspritze. Eventuell führt auch eine Hormontherapie zum Erfolg.

- Stubenunreinheit  (Absetzen von Harn und Kot an unerwünschten Stellen)

Bei Stubenunreinheit sollte zuerst abgeklärt werden, ob vielleicht gesund- heitliche Probleme die normale Körperhaltung bei Kot- und Harnabsatz in der Katzentoilette verhindern. Manche Katzen mögen auch gewisse Arten von Katzensand nicht, man sollte deshalb zuerst verschiedenen Katzensand ausprobieren, dann jedoch nicht mehr zu anderen Marken wechseln. Außer- dem sollte das Kistchen nur mit heißem Wasser und nicht mit stark riechenden Reinigungsmitteln behandelt werden.  Verschmutzungen in der Wohnung dürfen nicht mit salmiakhältigen Mitteln gereinigt werden, der Geruch erinnert die Katze an Harngeruch und veranlasst  sie nur zur neuerlichen Verunreinigung.

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Als Faustregel für die Anzahl der Katzentoiletten gilt: Anzahl der Katzen + 1.
Jede Veränderung in der Umgebung der Katze kann zu Stubenunreinheit führen. Veränderungen in der Familie, Änderungen an der Wohnungsein- richtung, Wohnungswechsel, Aufenthalt fremder Personen in der Wohnung etc. Stubenunreinheit ist meist Ausdruck des Protestes.

 
Anlaufstelle für Verhaltensprobleme:
Veterinärmedizinische Universität Wien, Tierpsychologische Beratungsstelle,
Univ.Prof. Dr. Hermann Bubna-Littitz,  Tel. 01/ 250 77 DW 4504 / 4505

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